Ep. 19: Die Äußeren Ebenen Teil 1

In der heutigen Episode beginnen wir mit unserer Reise durch die Äußeren Ebenen. Wir steigen hinunter über die Würfel von Acheron bis zu der merkwürdigen Eisschicht auf ihrem Grund, durchqueren die Neun grausigen Höllenkreise von Baator, besichtigen die Naturgewalten von Gehenna und schippern schließlich den Styx hinab in den Hades. Auf unserer Reise begegnen wir verschiedenen Höllenfürsten, verspeisen merkwürdige Larven und wühlen im vergessenen Treibgut des Universums.

Außerdem streuen wir ein bisschen (aber nur ein bisschen! 😉 ) Allgemeinwissen ein und gucken uns ein paar Orte und Geschichten an, von denen dieser Teil der Äußeren Ebenen mit Sicherheit inspiriert wurde, allen voran Dantes Göttliche Komödie. Aber auch ein wenig griechische Unterweltsgeografie hat noch niemandem geschadet!

Los geht’s!

Diese Episode ist Teil unserer Reihe zu den Ebenen.

Die anderen Episoden findet ihr hier:

Inspirationen:

Dantes Göttliche Komödie auf Reclam.de

Der Erste Teil der Everworld-Reihe auf Amazon.de

Eine Zwiebel. Sie hat Schichten. Wie die äußeren Ebenen...
Ebenen haben Schichten…

Ep. 18: Die Inneren Ebenen

In dieser Folge steigen wir inhaltlich in die Ebenen ein!

Wir beginnen mit den Inneren Ebenen. Das sind erst einmal die Parallelwelten zur Materiellen Ebene: die Feenwildnis mit ihren Elfen, Pixies und Satyrn, und der Schattensaum mit seiner Düsternis und seinen Untoten. Von dort aus arbeiten wir uns (zumindest, wenn man dem „ringförmigen“ Weltenmodell folgt) weiter nach außen vor.

Dort liegen die Elementaren Ebenen: Feuer, Erde, Wasser und Luft. Und weil man in diesem Weltenmodell zwischen den Ebenen hin und her gehen kann, sind dort auch ihre Übergänge, genannt die Paraelementaren Ebenen. Orte wie Magma und Schlamm lassen grüßen. Klingt das nicht heimelig?

Außerdem betrachten wir die Energie-Ebenen. Positive und negative Energie fließen von dort aus in alle Welt!

Zu jeder Ebene gibt es ein paar Abenteuerideen und eine (sehr subjektive) Bewertung: Wie gut glauben wir, dass man auf dieser Ebene ein paar tolle Spielerfahrungen machen kann? Es zeigt sich: Ein Sprung in den Vortex kann sich durchaus lohnen – vorausgesetzt, man ist vorbereitet.

Heute mit dabei: Yetis, Nachtschreiter, dicke Luft und faustgroße Perlen. Und natürlich Kaffee.

Teil 1 zur Kosmologie (oder auch „wie läuft das mit den Ebenen und kann ich das auch selbst bauen“) findet ihr hier.

Ein Mercane - eine alienartige Kreatur, die überall auf den Inneren Ebenen als Händler angetroffen werden kann - betrachtet eine mysteriöse Perle.
Diesem netten Wesen könnt ihr in jeder größeren Stadt auf den Ebenen magische Gegenstände ab- und verkaufen. Diese Mercane…

Ep. 17: Die Ebenen der Existenz – Kosmologie

Mit der heutigen Episode starten wir in eine kleine Miniserie über ein Thema, das schon viele Hirnwindungen verknotet hat: Die Existenzebenen.

Thema heute: Überblick und Kosmologie! Wir schauen uns an, warum man überhaupt Existenzebenen benutzen sollte, wie schwer oder einfach man es sich dabei machen kann und wie man die Ebenen so angeordnet bekommen könnte, dass es Sinn macht und vielleicht sogar schön anzuschauen ist. Dabei helfen uns verschiedene Vorstellungen sowohl aus D&D als auch aus der realen Welt. Und wie so oft haben die beiden mehr miteinander zu tun, als man gedacht hätte.

Außerdem wird es sehr philosophisch: Woher kommen die Ebenen? Was liegt zwischen ihnen? Und was liegt an ihren Rändern? Was ist am Ende des Universums? Was ist das Schwarze zwischen den Sternen? Wenn die Götter alles geschaffen haben, woher kommen dann die Götter?

Oh, diese Folge macht Kopfschmerzen… Aber das sollte euch nicht abhalten!

Die zu dieser Reihe gehörigen Episoden finden ihr zukünftig hier verlinkt!

Beim nächsten Mal: Die Inneren Ebenen.

Ausgewählte Inspirationen heute:

  • 3.5. Manual of the Planes
  • The Dragon #8 mit dem tollen Bild von Gygax auf annarchive.com
  • Und aus irgendeinem Grund Helge Schneiders Film „Texas“…
Wer Portale zu Existenzebenen zuhause hat, ist nie ganz sicher. Hier steckt ein neugieriger Dinosaurier seinen Kopf aus einem Portal und schleckt das erste ab, das er auf der anderen Seite findet - einen Hinterkopf. Melendir ist zum Glück amüsiert.
Regel 1: Einem Portal niemals den Rücken zudrehen – man weiß nicht, was seinen neugierigen Kopf daraus hervorstreckt!

Ep. 16: Dungeons

In dieser Folge legen wir noch einmal nach und sprechen über den zweiten Teil von Dungeons&Dragons – Dungeons!

Wir schauen uns an, wieso Dungeons eigentlich so ein essentieller Teil der Spielewelt sind, wie es dazu kam und warum D&D heißt, wie es heute heißt. Und was ist eigentlich ein Dungeon? Dann sprechen wir darüber, welche Arten von Dungeons es gibt und was der Zweck und Zustand des Dungeons für die jeweilige Einrichtung (inklusive Fallen, Schätze und Anwesende) bedeutete.

Außerdem haben wir unsere Lieblingsmonster und Lieblingsdungeons mitgebracht. Was macht sie so toll? Wie baut man das in die eigene Welt ein? Worauf kann man achten? Und wenn ich vor dem weißen Blatt sitze und mir wirklich so überhaupt gar nichts für meinen eigenen Dungeon einfällt, wo finde ich dann Inspiration? Hier schauen wir in die Zufallstabellen verschiedener Regelwerke und auch in Richtung unserer aller Lieblings: Würfel.

Ganz zum Schluss gibt es noch ein Blitzlicht mit vielen kleinen Dungeon-Ideen. Und jetzt geht los und seid kreativ! Hinfort!

Ausgewählte Inspirationen heute:

Gideon the Ninth auf Amazon.de

Die Stadt der Träumenden Bücher auf Thalia.de

Zecherei-Würfel auf rpgshop.com

Der dunkle Eingang eines Dungeons. Vielleicht leben dort Goblins...

P.S. Auch unter dem Gasthaus zum Lachenden Drachen gibt es ja einen kleinen Keller… Falls ihr noch nicht dort wart, steigt doch mal runter!

Ep. 15: Drachen

Heute beschäftigen wir uns im Podcast mit einem der großen Klassiker: Drachen! Kriechende, fliegene, feuerspuckende, Schätze-bewachende, menschenfressende, schuppengepanzerte Drachen. Helden. Würfel. Und Jahrtausende von Menschheitsgeschichte… Alles in einer Folge! Was für ein Service.

Bei Thema und Titel dieses Podcasts schon verwunderlich, dass es so lange gedauert hat. Aber hier sind wir nun endlich. (Vielleicht wird die nächste Folge dann Kerker… Fast beschämend Old School.)

Wir schauen uns an, woher der Drachenglaube in der realen Welt kommt und was sich unsere Vorfahren so alles an Geschichten ausgedacht haben. Viele Story-Elemente und Sagengestalten von heute sind über die Jahrtausende gut erprobt!

Kennt ihr zum Beispiel osteuropäische Drachen? Oder wisst, was eine Nagini ist? Schon mal über Beowulf nachgedacht und über den berüchtigten Schwiegermutter-Drachen? Heute erfahrt ihr mehr!

Philipp nimmt uns außerdem mit zu einer Reise durch zahlreiche D&D- und ergänzende Regelwerke. Wie wohnen Drachen? Welche Farben haben sie und was bedeutet das? Sind alle Drachen böse? Haben sie Hobbys? Warum horten sie Schätze? Und wo kommen eigentlich Baby-Drachen her?

Jaja, das sind wichtige Fragen, die heute erörtert werden!

Mit dabei: Der rote Drache mit seinen Jungfrauen, der schwarze Drache in seinem Sumpf und der Messingdrache, der nichts mehr will, als euch einen Schwank aus seinem Leben zu erzählen. Und wusstet ihr eigentlich, dass es eine bestimmte Drachenart gibt, die nur in Gasthäusern haust? In jeder Kampagne gerne gesehen!

Zuletzt tauschen wir ein paar Ideen, wie man Drachen gut in der Welt unterbringt – ob als sehr gefährliche Tiere, mächtige Verbündete oder Drahtzieher im Hintergrund: es ist für alle was dabei!

Als Abspann haben wir außerdem noch Ninas TOP 5 der kleinen Drachengeschichten und -spektakel. Weil man in Zeiten wie diesen gar nicht zu viel Fantasy haben kann.

Ein Fels in Form eines aus dem Boden auftauchenden Drachen,  mitten in einem Nadelwald.
Der Drachenfels in der Fränkischen Schweiz. Sieht aus wie ein Drache!

Inspirationen:

Schönes Bild eines „Slawischen Drachen“, Tugarin, auf Nukadeti.ru

Conrad Gessners „Schlangenbuch“ auf digitale-sammlungen.de

Athanasius Kirchers „Mundus Subterraneus“ auf digitale-sammlungen.de

Ulisse Aldrovandis „Serpentum et Draconum historia“ auf archive.org

Das D&D Monster Manual im F-Shop

„Legendary Dragons“ von jetpack7

„Tomb of Beasts“ und „Creature Codex“ von Kobold Press

„Creature Codex“ von Kobold Press

Ep. 14: Effiziente Vorbereitung

„Je weniger wir vorbereiten, desto besser werden unsere D&D-Sessions.“

Kann man einem Buch trauen, das gleich eingangs so eine dreiste Behauptung von sich gibt? Wie viel Vorbereitung braucht man als Spielleiter:in wirklich? Und warum starrt uns die schlaksige Gestalt in der Küche so an?

Die These oben stammt aus „The Return of the Lazy Dungeon Master“ von Michael E. Shea a.k.a. slyflourish.com. Und nachdem es heute um faule effiziente Vorbereitung geht, bietet sich dieses Buch natürlich an.

Philipp stellt heute einige Punkte aus dem Buch vor, während Daniel ergänzt, was er in anderen Quellen zu diesem Thema gefunden hat. Unser Ziel: Weniger Vorbereitung, mehr Spielen!

Ein altes Buch, eine Feder in einem Tintenglas und ein paar vollgekrakelte Seiten.

Ausgewählte Links

Ep. 13: Psionics

Eine in eine dunkle Kutte gewandete Gestalt an einem Tisch, vor ihr ein Teller mit einem Hirn.

Heute geht es bei uns im Lachenden Drachen um – nein, nicht Gedankenschinder, obwohl die auch noch auf der Liste stehen – sondern um: Psionik! Psionics? Die Kraft der Gedanken!

Wir schauen uns heute an, was psionische Fähigkeiten überhaupt sind und was man damit als Spieler*in so alles anstellen könnte. Dabei schauen wir sowohl auf die neusten Entwicklungen als auch (weiiiiit) zurück in die Vergangenheit. Zum Beispiel betrachten wir alte Bücher zu früheren Editionen, aber auch psionische Subklassen in Tasha’s Cauldron of Everything und die Unearthed Arcana zu diesem Thema. Wir sagen nur: Soul Knife und Illithid Heritage Feats! Schon mal Gedankenklingen oder einen Gedankenschinder als Opa gehabt? Nein? Dann wird’s mal Zeit!

Mit von der Partie sind auch dieses Mal natürlich Monster (und nettere Wesen). Man denke nur an den Nilbog, den berüchtigten Hirn-Maulwurf, oder natürlich den Flumph! Der nach den Hintergründen des Aberrant Mind Sorcerers übrigens auch ein unsichtbarer Freund aus eurer Kindheit sein könnte. Und siehe da, was für merkwürdige, nützliche Kräfte er euch vermacht hat…

Auch auf die Frage, welche Möglichkeiten man hat, wenn man ein Volk mit psionischer Veranlagung spielen will, finden wir einige Antworten. Einige abgedrehte Antworten!

Es folgt ein kleiner Ausflug in die Geschichte der Psionics, damit ihr auch mal was für eure Bildung tut. Aber keine Sorge, wir halten uns dabei in Grenzen. 😉

Zuletzt beschäftigt uns, welchen Platz psionische Kräfte einnehmen können und in welcher Verbindung sie zu Magie stehen – oder eben nicht stehen. Wie kommen sie in meine Kampagne? Und in meine Welt als Ganzes? Was für Ansätze gibt es? Wie verbinde ich sie mit meinem Verständnis von Magie?

Es war eine verwirrende und nerdige Folge – Viel Spaß!

Ausgewählte Links:

Tasha’s Cauldron of Everything auf Fantasy Welt

Die Unearthed Arcana auf Englisch, auf der Seite von WotC

Das Gasthaus Zum Lachenden Drachen

Nachdem wir uns für Episode 11: Gasthäuser und Tavernen schlau gemacht hatten, haben wir nun den Lachenden Drachen so ausgearbeitet, als wäre er eines der Gasthäuser aus Taverns, Inns, and Taprooms! … oder zumindest so in der Art. Nur für den Fall, dass jemand mal dort vorbeischauen will. So oder so ist es ein toller erster Aufschlag für die Welt des Lachenden Drachen, die beständig immer weiter vor sich hin wächst. Unbeabsichtigt!

Zum Lachenden Drachen

Atmosphäre: Gesellig

Unterbringung: Gemütlich, wenige Betten

Essen: Herzhaft, Hausmannskost

Unterhaltung: Was auch immer die Gäste mitbringen, manchmal ein Barde

Region: Wald, Dörflich

Kosten

2/5

Das Gasthaus zum Lachenden Drachen befindet sich auf einer felsigen Anhöhe inmitten des Dorfes Drakenley, in den Überresten einer wohl ehemals stolzen Burg, von der heute nur noch Ruinen übrig sind. Es ist ein kleines Fachwerkhaus mit Butzenscheiben und dunklen Schindeln, das alt, aber gut gepflegt wirkt. Über der schweren Eingangstür hängt das Schild eines lachenden Drachen mit einem großen Bierkrug. In den Abendstunden ist es meist gut besucht. Stimmengewirr und Bratenduft liegen in der Luft.

Das Erdgeschoss des Gasthauses zum Lachenden Drachen. Die Tür führt in einen Schankraum mit fünf runden Tischen und einem Kamin zur Linken. vor dem Tresen an der Wand gegenüber dem Eingang stehen Hocker. Hinter dem Tresen geht es in die Küche und, durch die Küche, weiter in die Vorratskammer und in den Keller. Vom Schankraum aus führt rechts eine Treppe nach oben ins private Obergeschoss.

Hintergrund

Stellt man sich gut genug mit den Dörflern im Gasthaus, werden sie einem die Gerüchte erzählen, wie das Etablissement zu seinem Namen kam. Es wird gemunkelt, dass die Burg, die auf der Anhöhe thronte, einst dem König des östlichen Reichs gehörte. Als das Königreich im Krieg der Drei Reiche fiel, nisteten sich Banditen dort ein, plünderten die umliegenden Städte und häuften ein nicht zu verachtendes Vermögen an. In der Folge wurde die Burg mehrmals von anderen Plünderern und auch Söldnerheeren belagert, konnte aber nicht eingenommen werden. Doch irgendwann erregte der Reichtum des „Banditenkönigs“ wahrlich ungewollte Aufmerksamkeit. Ein Drache tauchte auf und beanspruchte den Schatz für sich. Diesem Wunsch konnte niemand etwas entgegensetzen. In den folgenden Jahrzehnten machte er es sich in den Höhlen tief unter der Burg gemütlich und beschäftigte sich damit, den Bauern das Vieh wegzufressen und sein Vermögen immer weiter zu vergrößern.

Dort lag er also, bis vor 73 Jahren eine Gruppe von Abenteurer*innen in den Wald aufbrach. An dieser Stelle werden die Spekulationen noch wilder als ohnehin schon, doch die meisterzählte Geschichte geht wie folgt: Die Gruppe verschaffte sich Zugang zum Berg und setzten dem Drachen so zu, dass er in Richtung Süden davonflog und seitdem nicht mehr gesehen ward.

Die Abenteurer*innen teilten den Schatz unter sich auf und vier von ihnen zogen weiter. Doch zwei blieben zurück und eröffneten ein Gasthaus. Im Laufe der Jahre hat sich rund herum eine kleine Ortschaft gebildet. Größtenteils besteht diese aus Individuen, die an anderen Orten Probleme hatten, Arbeit suchten oder einfach nur ihre Ruhe wollten.

Grim Feuerbart

Grim ist der Wirt des Lachenden Drachen und ein Zwerg. Sein Alter ist schwer zu schätzen. Auf Nachfrage gibt er 333 Jahre an, doch manche behaupten, dass er viel älter sein muss. Obwohl sie inzwischen mit grauen Strähnen durchzogen sind, leuchten seine Haare und sein Bart weiterhin rot. Sein linkes Auge ist hellblau, doch sein rechtes Auge ist ein Rubin, über den in okkulten Dingen besonders bewanderte Reisende zu sagen wissen, dass es sich um einen Gegenstand aus der alten Blutmagie der Wüstenvölker im Süden handeln könnte. Obwohl er nur zu seltenen Gelegenheiten sein dickes, in Leder gebundenes Buch herausholt, ist Grim ein weltgewandter und äußerst fähiger Magier. Deutlichster Hinweis darauf sind die zahlreichen Absurditäten im Gasthaus, über die man zu stolpern beginnt, sobald man hinter die Kulissen blickt.

Melendir

Melendir ist der Waldelf, der im Lachenden Drachen für gewöhnlich das Essen auf den Tisch bringt. Hin und wieder trifft man ihn dafür im Wald auf der Jagd – wobei das auch mit Abstand der Teil des Ganzen zu sein scheint, der ihm am meisten Spaß macht. Ansonsten werkelt er rund ums Haus und betätigt sich auch als Rausschmeißer, falls das einmal nötig ist. Melendir ist groß und breitschultrig, und hat schulterlange, tannengrüne Haare, die nur schwer zu bändigen sind. Außerdem ist er an verschiedenen Stellen tätowiert. Besonders auffällig sind jedoch sein linkes Ohr, von dem ein Teil fehlt, und seine linke Gesichtshälfte, die aussieht, als habe sich etwas einmal darin festgekrallt und nicht mehr loslassen wollen. Es hat bislang aber noch niemand gewagt, zu fragen, was das gewesen sein könnte.

Entgegen seines finsteren Äußeren aber, ist der Elf eigentlich freundlichen Gemüts – sieht man von seinem aufbrausenden Temperament einmal ab. Bei Interesse offenbart er einen großen Wissensschatz über Natur, Tiere und so ziemlich jede schwere Waffe, die es in diesen Landen gibt.

Gael

Gael ist die Bedienung im Lachenden Drachen, ein menschlicher Junge um die Zwanzig, mit rotblonden Locken und vielen Sommersprossen. Er lacht gerne und kommt schnell mit jedem ins Gespräch, ob altbekannt oder neu im Ort. Außerdem hat er eine Liebe für Geschichten von früher und Gerüchte von außerhalb, die er auf Nachfrage sehr gekonnt wiedergibt. An ruhigeren Abenden packt er manchmal die Laute aus und spielt ein wenig. Außerdem ist er sehr hilfsbereit. Über seine Eltern ist nichts bekannt, doch seine Großmutter, die ebenfalls im Ort lebt, soll früher eine der Musikantinnen am Hof von Werth gewesen sein – und eine Schönheit.

Das Dorf

Der Lachende Drache ist das einzige Gasthaus im Ort und in vielerlei Hinsicht sein Zentrum. Daher haben die Dorfbewohner ein ausgeprägtes Interesse daran, „ihrem“ Gasthaus unter die Arme zu greifen, wenn es nötig ist. An den seltenen Tagen, an denen die Besitzer nicht zugegen sind, wird man eine wechselnde Besetzung von Dorfbewohnern hinter dem Tresen finden, die versuchen, alles am Laufen zu halten, frei nach dem Motto „Ihr seid doch sowieso immer hier“. Geschlossen ist das Gasthaus nur, wenn es gar nicht mehr anders geht.

Zimmer und Annehmlichkeiten

Da Gruppen von Reisenden selten sind, spielen Zimmer für Übernachtungsgäste keine sonderlich große Rolle. Die Besitzer haben Schlafmöglichkeiten in einem der Türme hergerichtet. Dort führt eine schmale, steile Treppe nach oben, die unter dem Einfluss mehrerer Humpen Bier nicht ganz ohne ist. Sollte jedoch mal ein Betrunkener die Treppe wieder hinunterfallen, wird er bemerken, dass sein Fall magisch gedämpft wird und er weich wie in einem großen Heuhaufen landet. Endlich oben angelangt, erreicht man einen rechteckigen Raum, der offensichtlich nicht viel benutzt wird. Doch es scheint alles da zu sein, was man braucht, vor allem fünf rustikale Betten mit großen, fluffigen Kissen. Für alle Gäste, die dann noch übrigbleiben, müssen provisorische Lösungen gefunden werden. Aber man ist erfinderisch in diesem Teil der Welt.

Magische Dienstleistungen

Der Wirt bietet kleinere magische Dienstleistungen wie das Identifizieren von magischen Gegenständen, Reparaturen oder Hintergrundwissen zu bestimmten Fragen an – vorausgesetzt, das Ganze interessiert ihn genug.

Extrawürste

Sollte man als Reisender im Gasthaus einen Wunsch äußern, stehen die Chancen gut, dass er erfüllt werden kann, solange jemand im Ort die notwendigen Fähigkeiten hat. Das betrifft vornehmlich „normale“ Dinge wie das Waschen von Kleidung, das Aufstocken von Rationen, das Besorgen von Tränken aus dem Fundus des Apothekers, oder der Erwerb kleiner Apparaturen aus der Werkstatt der Gnomin Tinka, doch auch ungewöhnliche Anliegen könnten zu machen sein.

Speisen und Getränke

Das Essen im Lachenden Drachen ist bodenständige Kost, serviert in Tongeschirr ohne Schnickschnack. Es fehlt ihm an außergewöhnlichen Zutaten oder gekonnter Präsentation, doch alles ist von guter Qualität und genau das, was man nach einem langen, arbeitsamen Tag braucht. Der Wirt empfiehlt das Bier aus Silberstadt, hat jedoch auch Fässer mit Wein aus der Gegend von Karpeting im Angebot, den er vornehmlich zu besonderen Anlässen ausschenkt. Die härteren Getränke im Sortiment sind vor allem Obstbrände und Kräuterschnäpse, die zum Teil selbst angesetzt sind. Ansonsten gibt es die üblichen Säfte, Milchprodukte und, für die ganz Harten, Wasser.

Frühstück (1 Silberstück)

Da es nur selten Übernachtungsgäste gibt, ist Frühstück eine unübliche Angelegenheit im Lachenden Drachen. Sind doch einmal Reisende da, die noch nicht in einem Ausmaß zur Familie gehören, dass sie bei Grim und Melendir mitessen, was auf den Tisch kommt, finden sie morgens meist die Gnomin Henrietta oder Gaels Großmutter hinter dem Tresen, die ein einfaches, aber stärkendes Frühstück kredenzen.

Abendessen (2 Silberstücke)

An den Abenden kommt auf den Tisch, was auch immer die Küche an diesem Tag hergibt. Das ist meist ein Braten oder ein deftiger Eintopf, dazu selbstgebackenes Brot. Extrawünsche sind möglich und werden je nach Möglichkeit erfüllt. Zu wechselnden Zeiten am Abend schließt die Küche. Vornehmlich, wenn das warme Essen aus ist oder Melendir keine Lust mehr hat – je nachdem, was zuerst kommt.

Nachtisch und Snacks (5 Kupferstücke)

Als Kleinigkeit für den hohlen oder süßen Zahn gibt es in Abhängigkeit von der Saison Kuchen, Obst, Nüsse, Esskastanien oder Mus in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Der Lachende Drache

Erweist man Grim oder Melendir einen großen Gefallen und fragt dann erneut nach der Geschichte des Gasthauses, werden sie einem die wahre Begebenheit des Kampfs gegen den Drachen erzählen. Grim brachte den Drachen unten in seinen Höhlen mit einem mächtigen Zauber zum Lachen. Und er lachte. Und lachte. Und lachte. Nachdem er zwei Wochen lang gelacht hatte – in denen Grims Begleiter*innen im Wesentlichen damit beschäftigt waren, Grim auf den Beinen zu halten – wurde es dem Drachen zu viel und er trat den Rückzug an. Die Burg war danach zu haben und der Name stand fest. Allerdings bedeutet dies auch, dass der lachende Drache vielleicht noch immer irgendwo dort draußen ist.

Quests:

Die Suche nach dem Holunderwein, zu finden hier.

Wenn man sich bei der Aufnahme verhaspelt…

… und Freunde hat, die backen können.

„Könnten wir dann auch vergessen, wenn jemand deine tausend Jahre alte Schriftstolle – … Schriftstolle? SCHRIFTSTOLLEN! Nur jetzt, in der Vorweihnachtszeit. Hahaha!“

Ja… So werden dumme Witze geboren.

Und gebacken.

Hier ein Schriftstollen, gebacken von unserem Freund und Mitspieler Daniel, alias Gewuerzgurke. Erhältlich in den Geschmacksrichtungen Nougat, Rosine/Marzipan, Schokolade und für die figurbewussten unter uns: Klassisch Stollig…

Fröhliche Weihnacht!

Ein frisch gebackener Schrift-Stollen mit Puderzucker-Schrift "Frohe Weihnachtszeit" und dem Bild eines Drachen.

P.S. Was bei diesem Versprecher eigentlich herauskommen sollte, ist in der Einleitung zu Episode 12: Vampire zu hören. Und auch das Outtake – ganz am Ende der Folge.

Ep. 12: Vampire

Es ist Dezember, die Adventszeit ist da und Weihnachten naht. Deswegen widmen wir uns heute einem besinnlichen Thema: Vampire. Blutsauger!! Untote!!!

Danke, Philipp.

Nein, im Ernst: Vampire sind einfach toll. Deswegen kennt man sie in der einen oder anderen Form rund um den Globus. Und nur die wenigsten Rollenspiele kommen ohne irgendein Wesen aus, das man unter vampir-ähnlich verbuchen könnte. Wir versprechen deswegen nicht, dass das hier die einzige Episode zu diesem Thema bleibt! Denn bei unseren Recherchen sind wir auf immer mehr Kaninchenbaue [A.d.R. ich habe gegoogelt, das ist tatsächlich der Plural] gestoßen, die wir nur zu gerne noch hinunterpurzeln würden…

Aber heute machen wir auf jeden Fall den ersten Aufschlag.

Heute auch dabei: Bäume, die aus Vampiren wachsen, Vampir-Melonen und Ohrenberge.

Philipp hat sehr fleißig gelesen und nimmt uns mit auf einen Ausflug zu den Urspüngen des Konzepts „Vampir“. Außerdem tauchen wir ein bisschen (Ha! BISSchen!) in die Geschichte ein und gucken nach Transsylvanien, zu einem uns allen mehr oder weniger bekannten Herrscher. Und wir werfen ein Blick in ein Buch, das die Vorlage zu weiblichen Vampiren und zu vielen Vampirgeschichten (inklusive des berühmten Dracula) nach ihm liefern sollte : Carmilla.

Danach wenden wir uns wieder dem Rollenspiel zu: Vampire in D&D, was geht damit ab? Und gibt es nicht auch in anderen Rollenspielen Vampire? Und was, wenn ich einen spielen will, wie und wo mache ich das?

Dabei wagen wir zu guter Letzt noch einen kleinen Einblick in die Psyche der Untoten. Die Innensicht, brutal und unverblühmt! Dabei helfen uns ein Musical, Interview mit einem Vampir und natürlich Vampire The Masquerade.

Hach. Vampire.

Jetzt auch im Glas!

Zum Thema Vampire: Ein Einmachglas voller Vampirstaub.

Ausgewählte Verlinkungen:

In Search of Dracula auf Amazon

Carmilla auf Thalia.de oder als kostenloses Hörbuch

Die unstillbare Gier auf Youtube.com

Vampire: Die Maskerade in deutscher Fassung auf der Seite von Ulisses

P.S. Eine freudige Ankündigung:

Am 20.12. um 19:00 Uhr geht unsere neue D&D-Kampagne online! Low Magic, mehr Tech, und kein einziger Mensch unter den Hauptfiguren…

Wenn ihr zur Abwechslung mal nicht nur zuhören, sondern auch zusehen wollt, findet ihr die Kampagne auf unserem Youtube-Kanal.