Ep. 4: Romanzen, Liebe und Partnerschaft in RPGs

Es ist Valentinstag und Zeit für Romanzen! Nachdem Philipp und Daniel in der letzten Folge über den Einstieg als DM gesprochen haben, sitzt diesmal wieder unser liebster Bücherwurm Nina mit am Tisch. Wir unterhalten uns über Romanzen und Liebe in Pen&Paper-Rollenspielen.

Warum ist uns dieses Thema wichtig? Weil sich eine Figur, die keine Empfindungen für niemanden zeigt, irgendwie unglaubwürdig ist. Liebe und Zuneigung gehören dazu, auch bei fiktiven Figuren.

Wir fangen erstmal bei unseren eigenen RPG-Erfahrungen an. Da waren neckende Flirts mit anderen Spielercharakteren und auch schnelle Nummern mit NPCs. Für uns kam das Thema aber eigentlich meist zu kurz.

Außerdem sehen wir uns an, was einige Regelwerke von Pen&Paper-Rollenspielen dazu schreiben. Viele vermeiden das Thema oder reduzieren es auf eine Fähigkeit, auf die man würfeln kann. Ganz anders macht das Earthdawn, in dessen Regelwerk das Anbandeln mit einem NPC erstaunlich vielschichtig beschrieben wird.

Wir können nicht oft genug darauf eingehen, dass bei einem Thema wie diesem Konsens zwischen Spieler:innen und Spielleiter:in von hoher Bedeutung ist. Nicht alle können sich selbst so vollständig von ihrem Spielercharakter lösen, dass sie mit anderen am Tisch flirten können. Das wird schnell für mindestens eine Seite unangenehm. Es gilt also wie so oft: Redet miteinander und klärt eure Grenzen ab.

Aber genug der Ernsthaftigkeit. Es gibt einige sehr … interessante Bücher zum Thema Romantik und (gerade auch körperlicher) Liebe in Rollenspielen, die bestehende Regelwerke ergänzen. Die sind oft bizarr, aber zwischen Schweinkram finden sich auch einige lustige Abschnitte. Eigentlich wären RPG-Bücher sinnvoll, die sich ernsthafter mit dem Thema Romantik und Liebe und weniger mit Sex auseinandersetzen. Falls ihr welche kennt: Lasst es uns gerne wissen!

Wie kann man nun Beziehungen in das eigene Pen&Paper-Setting einbauen? Indem man NPCs einbaut, die sich als interessiert zu erkennen geben – den nächsten Schritt sollte man aber den Spieler:innen überlassen. Zwang ist fehl am Platz.

Vorlagen für das Einbauen von interessierten NPCs finden sich auch im Spiel The Elder Scrolls: Skyrim. Nina als eingefleischte Spielerin des Games teilt ihre Erfahrungen mit uns. Darin geht es unter anderem um einen Ladeninhaber, der plötzlich etwas mehr darstellt als nur eine langweilige Randfigur.

Romanzen ... nicht für alle einfach.
Der traurige Albert

Quellen:
WebDM: “Love and Romance in 5e Dungeons & Dragons and TTRPG”
Interview zum Buch “Wege der Vereinigung”

Verwendete Klangkulissen von Dritten:
Tavernen-Hintergrund (bearbeitet)
Kaminfeuer (bearbeitet)

Ep. 2: Charakterbildung

Ausschnitt des Charakterbogens mit Persönlichkeitsmerkmal, Ideal, Bindung und Makel

Nachdem wir euch in der vorigen Episode nur kurz Hallo gesagt haben, wird es nun ernst! Heute besprechen wir unsere Erfahrungen mit der Charakterbildung, dem Bauen interessanter Charaktere.

Gerade zu Beginn einer Kampagne, die auf längere Zeit angelegt ist, ist die Erstellung des eigenen Charakters ein wichtiger Schritt. Er bestimmt, ob ihr eure Figur auch nach vielen Sessions noch interessant genug findet, dass ihr Spaß mit ihr habt.

Als Teil der Charakterbildung werden wir erst einmal besprechen, was Stereotypen sind und warum klischeehafte Charaktere auf Dauer keine gute Wahl sind. Anders verhält es sich mit Archetypen, in die man Charaktere unterteilen kann, ohne dass sie dadurch gleich an Tiefgang verlieren.

Woher kommt ein Charakter? Wohin geht er? Was passiert dazischen? Und warum ist das wichtig für Character Design? Auch das behandeln wir.

Außerdem: Persönlichkeit, Ideal, Bindung und Makel – warum gibt es diese Felder auf dem Charakterbogen, und welche Bedeutung haben sie? Im Anschluss an den Punkt “Makel” gehen wir auch darauf ein, warum es die Schwächen sind, die eine Figur ausmachen und warum ein Charakter ohne Schwächen schrecklich wäre. A propos Schwächen: Wir sprechen auch darüber, wie man niedrige Stats auf verschiedene Arten ausspielen kann.

Außerdem immer gut bei der Charaktererstellung: Widersprüche. Ein Tiefling Licht-Kleriker. Ein Warforged Druide, eine Gnom-Paladina, ein elfischer Barbar, eine Ork-Schurkin… Manchmal ist die nicht offensichtliche Wahl die, welche die interessantere Geschichte schreibt.

Oh, und dann ist da noch die Gesinnung, oder Alignment. Manche hassen das Konzept, andere finden es extrem wichtig. Wir beziehen eher die letztere Position, und wir sagen euch auch warum.

Matthew Colville zu Alignment

Verwendete Klangkulissen von Dritten:
Tavernen-Hintergrund (bearbeitet)
Kaminfeuer (bearbeitet)

Ep. 1: Willkommen im Lachenden Drachen!

Es beginnt: Willkommen hier bei unserem Podcast in der Taverne Zum Lachenden Drachen!

Wir, das sind Nina und Philipp, wollen auf diesem Wege unsere Erfahrungen mit Pen&Paper-Rollenspielen mit euch teilen. Am Anfang dieses Projekts wollen wir euch erstmal Hallo sagen und erzählen, was uns mit Spielen wie D&D verbindet.

Wenn euch dieser Einstieg Hunger auf mehr macht, freut uns das! In diesem Fall findet ihr hinter diesem Link einen Feed, den ihr mit der Podcasting-App eurer Wahl abonnieren könnt. Oder ihr klickt einfach auf den “Abonnieren”-Button auf der Hauptseite.

Bei all dem – das hier ist eine unserer ersten Aufnahme zusammen, verzeiht bitte, wenn der Ton (noch) nicht perfekt ist!

Klangkulisse von Dritten: Tavernen-Hintergrund (bearbeitet)

Grüße, Reisende!

Willkommen im Gasthaus Zum Lachenden Drachen!

Is’ vielleicht etwas eng, aber wenn ihr euch durchquetscht, findet ihr sicher noch irgendwo ein Plätzchen. Aber macht keinen Ärger. Ja, wir kennen Abenteurer wie euch hier. Habt immer interessante Geschichten aus der Ferne für uns, aber nur Flausen im Kopf und, wenn ich so offen sein darf, oft nicht alle Zacken an der Krone. Nichts für ungut. Und deshalb schaut mal hier: Das ist mein Tresen, das ist mein Zapfhahn und das hier, das ist meine Zauberspruchsammlung. Und auch, wenn ich jetzt schon zehn Jahre nicht mehr unterwegs bin, habe ich nicht vergessen, wie man damit umgeht. Wir verstehen uns? Gut.

Da hinten ist noch was frei, seht ihr? Da, an dem Tisch in der Ecke, beim Kamin. Da sitzen seit ein paar Wochen immer diese komischen Gestalten. Trinken zu viel und erzählen dann die merkwürdigsten Geschichten von Prinzen und Heldinnen und Höhlen in der Wildnis und gefährlichen Biestern in diesen Höhlen. Viel Unfug dabei. Letzte Woche haben sie Bernd da drüben eine Stunde was erzählt von Möbelstücken, die zum Leben erwachen, wenn man sie anfasst und dann versuchen, einen zu fressen. Eine Fantasie müssen die haben! Und der arme Bernd hat natürlich alles geglaubt. Hat immer noch Angst vor seiner Waschschüssel. Naja. Wenn euch das nichts ausmacht, könnt ihr euch da dazusetzen. Hinter mir hängt die Karte. Milch ist heute aus, die Kuh ist gestern krepiert. Wenn ihr was braucht, sprecht mit mir oder Gael, das ist der Kleine da hinten. Habt einen schönen Abend – und keine krummen Dinger, klar?

– Grim Feuerbart, Eigentümer des Lachenden Drachen, sesshaft gewordener Abenteurer und bekennender Liebhaber von Sahnetörtchen mit Kirschwasser

Willkommen bei unserem Podcast zu Pen&Paper-RPGs, insbesondere Dungeons&Dragons. Schön, dass Du da bist und wir wüschen viel Spaß beim Zuhören!